Das CNC-Drehen ist seit Beginn der Gründung im Jahr 1958 ein Eckpfeiler unseres Unternehmens. Anhand dieser langjährigen Erfahrung wissen wir, dass die Qualität unserer Arbeit immer auch einen direkten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden hat.

In Zeiten kleinerer Produktlebenszyklen und Losgrößen haben wir uns daher in beide Richtungen für Sie entwickelt. Bedeutet: Unser moderner Maschinenpark schafft die Basis zur Fertigung von Kleinserien bis hin zu Großserien – So erhalten Sie für Ihre Anforderungen immer die richtige Lösung.

Daher investieren wir permanent in Maschinen und Köpfe, um Ihnen langfristig die beste Fertigungstechnik im Bereich CNC-Drehen anbieten zu können.

CNC-Drehen - Daten & Zahlen

Maschinen:
Horizontale CNC-Drehmaschinen10x
Vertikale CNC-Drehmaschinen1x
Bearbeitungsdimensionen:
Durchmesser400 mm
Länge1.000 mm
Werkstoffe:
WerkstoffgruppenMaterialbeispiele
Alle StahlsortenST52-3 (1.0570), C45 (1.0503), 42CrMo4 (1.7225), 1.7131 (16MnCr5)
Nichtrostende Stähle1.4021, 1.4028, 1.4034. 1.4305, 1.4401
Alle GussartenGG, GGG
Aluminium3.1325 (EN AW-2017), 3.1645 (EN AW-2007), 3.2315 (EN AW-6082)
Werkzeugstähle1.2311, 1.2343, 1.2344, 1.2379
KunststoffePOM
Cu-LegierungenKupfer, Messing, Bronze

Produktbeispiele

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Wir freuen uns über Ihre Anfragen! Und wenn CNC-Drehen nicht das Richtige ist, wir können auch CNC-Fräsen oder CNC-Schleifen.

Innenraum einer CNC-Drehmaschine mit drei Revolvern

Wie funktioniert das CNC-Drehen eigentlich?

Das CNC-Drehen ist mit dem CNC-Fräsen und CNC-Schleifen eines der wesentlichen Fertigungsverfahren in der Zerspanungstechnik. Einfach beschrieben kann gesagt werden, dass bei allen o. g. Verfahren Material vom Werkstück abgetrennt wird, um die gewünschte Form zu erreichen.

Aber fangen wir von vorne an – Stellen Sie sich Ihr fertiges Werkstück vor, welches Sie bei uns in Auftrag geben. Ziel ist es mit möglichst wenig Materialaufwand ein nach Ihren Vorstellungen gefertigtes Produkt zu erhalten. Beim CNC-Drehen wird der rohe Werkstoff im ersten Schritt auf einer unserer hochmodernen CNC-Drehmaschinen in das Futter gespannnt und durch individuell gefertigte Backen fest umschlossen.

Die Beladung kann je nach Losgröße manuell oder durch automatisierte Roboterbeladung geschehen. Ist das Rohteil fest umspannt, wird die nötige Drehzahl erzeugt, um mit dem Abtrennen des Material durch einen sog. Drehmeißel zu beginnen und die gewünschte Kontur zu erhalten. Generell kann das CNC-Drehen ab diesem Zeitpunkt in unterschiedliche Verfahren unterteilt werden, welche an die DIN8589 gekoppelt sind. Durch den Zusatz von angetriebenen Werkzeugen kann das CNC-Drehen und das CNC-Fräsen auf einer Maschine zusammengefasst werden - Sie erhalten so immer die kostengünstigste Variante, um Ihr Teil bei uns fertigen zu lassen. 

Plandrehen

Durch das Plandrehen werden ebene Oberflächen am Werkstück erzeugt, welche sich an den Stirnseiten des Drehteils befinden. Hierbei kann das Plandrehen nochmals in drei Ausführungen unterteilt werden:

  • Das Quer-Plandrehen zeichnet sich dadurch aus, dass sich der Drehmeißel senkrecht zur Drehachse positioniert. Damit ist das Quer-Plandrehen in der Praxis das wichtigste Verfahren und erzeugt die nötigen Bezugsflächen und somit die Basis für alle weiteren Bearbeitungsverfahren.
  • Das Quer-Abstechdrehen wird vor allem bei der Bearbeitung von Stangenmaterial genutzt. Hierbei wird der Rohstoff über eine Stangenzufuhr im Futter der Maschine positioniert. Anschließend erfolgt die Bearbeitung und wird durch das Abtrennen des Werkstücks beendet. Die abtrennenden Werkzeuge sind hierbei sehr schmal, um möglichst materialschonend zu bearbeiten. Das Werkzeug besteht aus einer zur Drehachse gerichteten Hauptschneide, sowie links und rechts davon zwei Nebenschneiden.
  • Das Längs-Plandrehen zeichnet sich dadurch aus, dass parallel zur Achse des Drehteils bearbeitet wird und das Schneidwerkzeug mindestens die Breite der am Werkstück entstehenden ringförmigen Fläche besitzt.

Runddrehen

Durch das Runddrehen werden runde Körper erzeugt, welche auf der Mantelfläche eines Zylinders liegen, dessen Achse mit der Drehachse zusammenfällt. Hierbei wird zwischen dem Längs-Runddrehen, Breitschlicht-Runddrehen, Schäl-Runddrehen, Längs-Abstech-Runddrehen und dem Quer-Runddrehen unterschieden.

  • Das Längs-Runddrehen zeichnet sich durch einen Verfahrweg parallel zur Drehachse aus und kann als zentrale Variante im Bereich des Runddrehens genannt werden.
  • Beim Breitschlicht-Runddrehen besitzt das Werkzeug einen sehr großen Eckenradius und sehr kleinen Werkzeug-Einstellwinkel der Nebenschneide. Hierdurch wird eine Bearbeitung mit hohen Vorschüben möglich.
  • Das Schäl-Runddrehen ist eine Modifikation des Längs-Runddrehens mit einem besonders hohen Vorschub. Dieser wird in der Praxis durch den Einsatz von mehreren Werkzeug gleichzeitig erlangt, welche in der Regel einen kleinen Einstellwinkel der Nebenschneide aufweisen. Im Gegensatz zu anderen Verfahren drehen sich die radial angeordneten Werkzeuge, um das Werkstück, während dieses nur den Vorschub und nicht die Rotation ausübt. Hierdurch wird eine hohe Produktivität und Oberflächengenauigkeit erzeugt.
  • Das Längs-Abstech-Runddrehen ist eine Form des Runddrehens, mit dem Ziel, den Artikel vom Stangenmaterial abzutrennen.
  • Bei dem Quer-Runddrehen handelt es sich um Rundrehen mit einem Vorschub, welcher senkrecht zur Drehachse des Werkstücks liegt. Das Schneidwerkzeug muss mindestens so breit wie die zu erzeugende zylindrische Fläche sein.

Welche Vorteile bringt das CNC-Drehen?

Das CNC-Drehen bietet viele Vorteile bei der Fertigung von Kleinserien, Mittelserien und Großserien. Insbesondere die hohe Präzision, welche durch die Computersteuerung ermöglicht wird und für schnelle Produktionszyklen sorgt, kann hier genannt werden.

Die Verwendung des CNC-Drehen erleichtert vor allem die Herstellung von Wiederholteilen ungemein. In diesem Fall ist das Programm für die Bearbeitung bereits vorhanden. Es wird auf der Drehmaschine lediglich neu eingelesen und die Fertigung der Drehteile kann sofort starten.

Darüber hinaus kann das moderne CNC-Drehen, beispielsweise durch angetriebene Werkzeuge, klassische CNC-Fräsoperationen in den Nebenzeiten erledigen. Somit können Arbeitsschritte teilweise kostenneutral durchgeführt werden.

Zusammengefasst entstehen so robotergestützt autonome Kleinserien oder Serien in hoher Qualität und kürzester Zeit.

Überblick:

  • Planbarkeit: Im Gegensatz zum konventionellen Drehen können die Fertigungszeiten im Voraus präzise geplant werden. Das Hellbeck PPS-Tool kann somit im Voraus bereits exakte Liefertermine zu Ihrem Drehteil nennen. Sie haben somit immer eine feste und zuverlässige Plangröße.
  • Komplexität: Moderne CNC-Drehmaschinen können unterschiedlichste Geometrien fertigen.
  • Fertigungssysteme: CNC-Drehmaschinen können verkettet werden, sodass hier ein Fertigungssystem entsteht, welches optimal auf das Produkt ausgerichtet ist.
  • Verschleiß: Durch computergestützte Prozesse ist der Verschleiß durch gleichbleibende Dreh-Operationen geringer.
  • Reproduzierbarkeit: Durch programmierte NC-Programme, welche zentral verwaltet werden, ist die Reproduzierbarkeit zu jeder Zeit gegeben. 

Welche Arten von CNC-Drehmaschinen gibt es?

Drehteile besitzen eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, welche von weniger bis zu hochkomplexen Einsatzmöglichkeiten reichen. Bei der Fertigung benötigen diese Drehteile individuelle Maschinentypen, welche sich den Ansprüchen des Artikels anpassen, um das optimale Ergebnis aus Preis und Qualität zu erreichen. Zur Erreichung dieser Ziele gibt es eine Vielzahl von Maschinen, welche wir im Folgenden vorstellen:

CNC-Karusselldrehmaschine

Die sogenannten Karusselldrehmaschinen sind mit einer waagerechten Planscheibe bestückt. Sie sind prädestiniert zur Bearbeitung schwerer und unhandlicher Werkstücke. Aufgrund der Ausrichtung der Maschine sind die Aufspannflächen leicht erreichbar und einfach aufzuspannen. Den genannten Vorteilen stehen eine erschwerte Spanabfuhr und eine verfahrensbedingte veränderliche Werkzeug Auskragung gegenüber. Der Haupteinsatz kann hier in der Einzelfertigung und Kleinstserien Fertigung gesehen werden.

CNC-Vertikaldrehmaschine

Die Vertikaldrehmaschinen haben ihre Vorzüge vor allem bei Drehteilen, welche mit einer hohen Prozessgenauigkeit gefertigt werden müssen. Insbesondere die Nebenzeiten können durch diese Baumform stark verringert werden, da Vertikaldrehmaschinen durch Ihre Bauweise kürzere Wege für die Bearbeitung und Beladung besitzen.

CNC-Flachbett Drehmaschine

Flachbettdrehmaschinen besitzen ein horizontal angeordnetes Bett und eine horizontale Hauptspindel. Infolge der steifen Verarbeitung der Flachbettdrehmaschine können höhere Werkstückgewichte getragen und hohe Bearbeitungskräfte aufgenommen werden. Der Einsatz macht vor allem bei Werkstücken mit einem Umlaufdurchmesser von größer 800 mm Sinn, welches eine Spitzenweite von mehreren Metern voraussetzt. Ist das Bett quer zur Hauptspindel Achse angeordnet, wird meist von der unten beschriebenen Frontdrehmaschine gesprochen.

CNC-Frontdrehmaschine

Auf Frontdrehmaschinen werden kurze Drehstücke bearbeitet, welche keine Abstützung durch den Reitstock benötigen. Das Drehmaschinenbett liegt quer zur Drehachse der Hauptspindel und sorgt so für eine kompakte Maschinengröße, welche eine gute Zugänglichkeit gewährleistet. 

CNC-Ultrapräzisionsdrehmaschine

Bei höchster Qualität und Präzision werden Ultrapräzisionsmaschinen eingesetzt, welche darüber hinaus zum Hartdrehen von sehr harten Werkstoffen oder gehärteten Artikeln bestens geeignet sind. Durch die hohen Bearbeitungskräfte, welche Schwingungen erzeugen, verfügen die Führungen der Schlitten und die Lagerung der Spindel über sogenannte aerostatische oder hydrostatische Systeme. Durch die hohe Innovationsgeschwindigkeit passen sich die Hersteller stets den hohen Anforderungen des Marktes an, um immer die geforderte Qualität und Präzision zu gewährleisten.